Lost in Translation?!

Was macht eigentlich ein/e SprachdienstleisterIn? Übersetzen und dolmetschen – daran denkt man sofort. Doch das ist nur ein kleiner Teil der weitreichenden Betätigungsfelder. Das Berufsbild ist viel umfassender, als man auf den ersten Blick denken mag. Lost in Translation? Nicht, wenn man die WortkünstlerInnen und SprachexpertInnen Tirols fragt!

 

Sprache dient der Verständigung und dem Verständnis

Das gesprochene und geschriebene Wort ist ein äußerst mächtiges Instrument. Denn nur, wer den anderen wirklich versteht, erhält auch Zugang zu Inhalt und Botschaft des Kommunizierten. Die meisten von uns können einzig in ihrer Muttersprache exakt das ausdrücken, was sie denken, fühlen, hoffen oder wünschen. Wenn die passenden Worte fehlen, springen daher die SprachdienstleisterInnen ein. Als versierte Multilinguisten treffen sie auch beim Übersetzen den richtigen Ton. Ein Muss, wenn es darum geht, die eigene Position zu vermitteln, in Dialog zu treten oder ein Produkt zu verkaufen.

„Sprachdienstleister ermöglichen die Verständigung zwischen unterschiedlichen Personen und erfüllen daher in vielen Bereichen der Gesellschaft wichtige Funktionen.”

 (Hermann Covi, DIE SPRACHDIENSTLEISTER)

 

Die Tätigkeitsbereiche der Sprachtalente

 

  • Schriftliche mehrsprachige Kommunikation als ÜbersetzerIn mit ausländischen Partnern und Gästen
  • Mündliche zweisprachige Kommunikation als DolmetscherIn zwischen unterschiedlichsten Personen in unterschiedlichsten Settings als
    • SimultandolmetscherIn vor Ort in der Dolmetschkabine (die Übersetzung erfolgt zeitgleich mit dem Gesprochenen)
    • KonsekutivdolmetscherIn bei Reden und Schulungen (die Übersetzung erfolgt nach dem Gesprochenen)
    • Community Interpreter in Begleitung einer Person zu Behörden, Arztbesuchen …
    • RSI (Remote Simultaneous Interpreter) bei Online-Meetings und Videokonferenzen
  • Gebärdensprach- oder SchriftdolmetscherIn für Gehörlose und Hörbeeinträchtigte
  • DolmetscherIn und ÜbersetzerIn in einfache und leichte Sprache für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, Ältere oder Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
  • SprachdienstleisterIn für Unternehmen
  • Gerichtlich beeidete ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen

„SprachdienstleisterInnen teilen das Schicksal von vielen Berufen: Wenn alles einwandfrei funktioniert, nimmt man uns oft gar nicht bewusst wahr.”

(Christina Muigg, Translation & Interpreting)

 

Die AuftraggeberInnen

 

SprachdienstleisterInnen werden in nahezu allen Lebensbereichen und Branchen benötigt. Dabei geht es nicht nur darum, fremde Sprachen verständlich zu machen, sondern auch eine möglichst barrierefreie Kommunikation in der Muttersprache und damit eine Inklusion für alle Teile der Gesellschaft zu ermöglichen. Texte in einfacher Sprache findet man mittlerweile auf vielen Websites öffentlicher Unternehmen und Institutionen.

Übersetzungen sind vor allem in Industrie und Handel, im Tourismus, aber auch der öffentlichen Hand sowie bei Privatpersonen gefragt. DolmetscherInnen arbeiten für private und öffentliche Unternehmen, Community Interpreter und GebärdensprachdolmetscherInnen zudem häufig auch für Einzelpersonen oder Sozial- und Bildungseinrichtungen. Abseits von Tourismus und Handel spielen die AuftragnehmerInnen damit eine beachtliche – wenn auch oft unsichtbare – Rolle in unser aller täglichen Kommunikation.

Beratungsdienstleistungen wiederum werden hauptsächlich von Privatunternehmen in Anspruch genommen. Wer sich einmal mit dem Thema SEO, Corporate Wording oder Storytelling befasst hat, der weiß: Ohne Worte geht auch online im Dschungel von schicken Bildern und spannenden Videoclips schon lange nichts mehr. Eine dahingehend ausgeklügelte Strategie steht bei der Kundenansprache heute gleichbedeutend für:

Sesam öffne dich!

 

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