Jobheld: Wenn nicht MEHR Bewerbungen, sondern die RICHTIGEN zählen
100 Bewerbungen auf eine offene Stelle und trotzdem ist die richtige Person nicht dabei. Was auf den ersten Blick nach einem Luxusproblem klingt, gehört für viele Unternehmen mittlerweile zum Recruiting-Alltag. Beim Betriebsbesuch bei Jobheld in Innsbruck bekam Bernhard-Stefan Müller, WK-Fachgruppenobmann Gewerbliche Dienstleister, Einblicke, wie moderne Personalgewinnung heute funktioniert und warum dabei digitale Technologien und menschliche Expertise gleichermaßen gefragt sind.
Zwei Freunde, zwei Kompetenzen, eine Geschäftsidee
Die Geschichte von Jobheld beginnt eigentlich lange vor der Unternehmensgründung. Die beiden Geschäftsführer Mag. Dominik Kuen und Mag. Matthias Zwerschina kennen sich seit ihrer Jugend. Beruflich entwickelten sie unterschiedliche Schwerpunkte, die sich später als ideale Kombination herausstellen sollten: Kuen brachte sein Know-how in Performance-Marketing, Webentwicklung und IT ein, Zwerschina seine langjährige Erfahrung im Recruiting sowie seinen wirtschaftlichen und psychologischen Hintergrund.
Irgendwann stand bei den beiden eine einfache Frage im Raum: Warum diese Kompetenzen nicht verbinden und Personalgewinnung neu denken?
„Dominik hatte seine Stärken im digitalen und technischen Bereich, ich im Recruiting. Wir haben früh erkannt, dass genau diese Kombination großes Potenzial hat.“ (Matthias Zwerschina)
Im Jänner 2020 wurde Jobheld gegründet. Der Zeitpunkt hätte allerdings kaum schwieriger sein können. Nur wenige Wochen später legte die Corona-Pandemie weite Teile der Wirtschaft lahm. Statt neuer Mitarbeiter:innen standen plötzlich Kurzarbeit und Einstellungsstopps auf der Tagesordnung.
Aufgeben kam für die beiden Gründer trotzdem nicht infrage. Sie akquirierten selbst Kund:innen, entwickelten ihr Angebot weiter und hielten konsequent an ihrer Geschäftsidee fest. Die langjährige Freundschaft erwies sich gerade in dieser schwierigen Phase als wichtige Vertrauensbasis.
Sechs Jahre später beschäftigt Jobheld zehn Mitarbeiter:innen und betreut Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen bei der Personalsuche. Nach eigenen Angaben kann das Team mittlerweile auf die Erfahrung aus mehr als 1.000 erfolgreichen Stellenbesetzungen zurückgreifen.
Mehr Platz für weiteres Wachstum
Dass sich Jobheld entwickelt hat, sieht man auch räumlich. Der bisherige Standort in der Wilhelm-Greil-Straße in Innsbruck wurde für das wachsende Team schlicht zu klein. Seit Juni 2026 ist das Unternehmen deshalb in neuen, großzügigen Büroräumlichkeiten in der Anichstraße zuhause.
Bei der Gestaltung wurde besonderer Wert auf die Anforderungen eines modernen Recruiting-Unternehmens gelegt. Eigene abgeschirmte Arbeits- und Besprechungsboxen ermöglichen vertrauliche Gespräche mit Kund:innen und Bewerber:innen. Für Videocalls steht ein technisch ausgestatteter Raum mit professionellen Bild- und Tonverhältnissen zur Verfügung. Datenschutz, Vertraulichkeit und konzentriertes Arbeiten wurden damit bereits bei der Büroplanung mitgedacht.
Viele Bewerbungen bedeuten noch lange keine erfolgreiche Personalsuche
Auch das Recruiting selbst hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Eine Stellenanzeige schalten und auf Bewerbungen warten, reicht in vielen Bereichen längst nicht mehr aus. Unternehmen müssen potenzielle Mitarbeiter:innen dort erreichen, wo diese tatsächlich unterwegs sind.
Jobheld setzt deshalb auf einen breiten Mix aus klassischen Jobplattformen, Stellenanzeigen, Social Media, Active Sourcing und einem eigenen Talentepool. Je nach Zielgruppe können dabei völlig unterschiedliche Kanäle relevant sein, bis hin zu Plattformen wie Snapchat.
Entscheidend ist für die beiden Geschäftsführer aber nicht die möglichst große Zahl an Bewerbungen.
„Hundert Bewerbungen bringen einem Unternehmen wenig, wenn 90 davon nicht zur ausgeschriebenen Stelle passen. Unser Ziel ist deshalb nicht, möglichst viele Bewerbungen zu produzieren, sondern möglichst schnell die richtigen Kandidat:innen zu identifizieren.“ (Dominik Kuen)
Genau hier entwickelt Jobheld sein Modell laufend weiter: weg vom reinen Performance Recruiting, bei dem primär Reichweite und Bewerbungen generiert werden, hin zu einer qualifizierten Personalgewinnung.
Vorqualifizieren statt Bewerbungsflut
Denn eine hohe Bewerberzahl kann für Unternehmen sogar zum Problem werden. Jede Bewerbung muss gesichtet, bewertet und beantwortet werden. Treffen 100 oder in Einzelfällen mehrere hundert Bewerbungen ein, bindet das erhebliche Ressourcen in den Personalabteilungen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass passende Kandidat:innen in der Masse untergehen.
Jobheld übernimmt deshalb einen wesentlichen Teil dieser Vorarbeit. Bewerbungen werden geprüft, Profile vervollständigt und anhand definierter Muss-Kriterien vorqualifiziert. Die passenden Kandidat:innen werden den Unternehmen anschließend strukturiert über ein digitales Dashboard präsentiert.
Technologie soll dabei nicht den Menschen ersetzen, sondern Prozesse effizienter machen.
„Digitalisierung hilft uns, schneller und strukturierter zu arbeiten. Recruiting bleibt aber ein Geschäft zwischen Menschen. Gerade bei der Auswahl und Kommunikation braucht es Erfahrung, Empathie und ein Gespür dafür, ob jemand tatsächlich zu einer Position und zu einem Unternehmen passt.“ (Matthias Zwerschina)
Eine Absage ist auch eine Visitenkarte
Ein Punkt wird beim Betriebsbesuch besonders deutlich: Professionelles Recruiting endet nicht bei jenen Bewerber:innen, die eingestellt werden.
Auch Menschen, die für eine Stelle nicht infrage kommen, haben Zeit in ihre Bewerbung investiert. Lange Wartezeiten, fehlende Rückmeldungen oder sogenanntes „Ghosting“ hinterlassen einen negativen Eindruck und können dem Arbeitgeberimage schaden.
Jobheld legt deshalb großen Wert auf eine rasche und wertschätzende Kommunikation während des gesamten Bewerbungsprozesses und übernimmt auf Wunsch auch professionelle Absagen.
Das Thema gewinnt an Bedeutung. Denn Bewerber:innen sind gleichzeitig potenzielle Kund:innen, Multiplikatoren oder vielleicht Kandidat:innen für eine spätere Position. Ihre Erfahrung im Bewerbungsprozess, die sogenannte Candidate Experience, ist damit Teil der Arbeitgebermarke.
Recruiting wird zunehmend zur Beratung
Damit verändert sich auch die Rolle professioneller Personaldienstleister. Jobheld wird von Unternehmen zunehmend nicht nur für einzelne Stellenausschreibungen hinzugezogen, sondern berät auch bei Recruiting-Prozessen und der langfristigen Positionierung als Arbeitgeber.
Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Welche Kanäle funktionieren? Wie attraktiv ist eine Stellenausschreibung? Wie schnell reagiert ein Unternehmen auf Bewerbungen? Und wie wird ein Betrieb von potenziellen Mitarbeiter:innen überhaupt wahrgenommen?
Diese Fragen werden angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger.
Tiroler Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd
Denn auch wenn sich die Konjunktur und damit der Arbeitsmarkt verändert haben, bleibt die Suche nach qualifizierten Mitarbeiter:innen für viele Tiroler Unternehmen schwierig. Besonders Fachkräfte und Mitarbeiter:innen in handwerklichen und technischen Berufen werden weiterhin gesucht.
Der Tiroler Arbeitsmarkt zeigt diese Gleichzeitigkeit deutlich: Einerseits lag die Arbeitslosenquote im August 2026 bei lediglich 3,5 Prozent und damit österreichweit auf dem niedrigsten Niveau. Andererseits waren beim AMS Tirol 7.340 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet. In der Warenherstellung und in der Baubranche stieg die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr sogar an.
Für Unternehmen bedeutet das: Personalgewinnung wird zunehmend zu einer strategischen Aufgabe.
Fachgruppenobmann Bernhard-Stefan Müller sieht darin auch die besondere Bedeutung professioneller Personaldienstleister:
„Der Arbeitsmarkt ist komplexer geworden. Es gibt Bereiche mit mehr Arbeitsuchenden und gleichzeitig Branchen, in denen Fachkräfte dringend fehlen. Für Unternehmen geht es deshalb nicht einfach darum, möglichst viele Bewerbungen zu bekommen, sondern die richtigen Menschen zu erreichen und für den Betrieb zu gewinnen. Professionelle Personaldienstleister leisten hier einen wichtigen Beitrag. Sie verbinden Arbeitsmarktkenntnis, Recruiting-Erfahrung und moderne Technologien und entlasten damit unsere Betriebe.“ (Bernhard-Stefan Müller)
Technologie und Menschlichkeit als Erfolgsrezept
Der Betriebsbesuch bei Jobheld zeigt damit auch, wie stark sich professionelles Recruiting verändert hat. Daten, digitale Kampagnen, Social Media und IT-Systeme ermöglichen heute eine sehr gezielte Personalsuche. Am Ende geht es aber weiterhin um Menschen.
Genau darin sehen Kuen und Zwerschina ihre Positionierung: digitaler und schneller als klassische Modelle, gleichzeitig mit fundiertem Recruiting-Know-how und persönlicher Betreuung.
Oder, wie es Jobheld selbst formuliert: Erfolgreiche Stellenbesetzungen werden von Menschen für Menschen gemacht.
Für Fachgruppenobmann Müller ist Jobheld damit auch ein Beispiel für die Innovationskraft innerhalb der Gewerblichen Dienstleister.
„Unsere Mitgliedsbetriebe entwickeln ihre Dienstleistungen permanent weiter und reagieren sehr schnell auf neue Herausforderungen. Jobheld zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung, fachliche Expertise und persönliche Dienstleistung sinnvoll zusammenspielen können.“ (Bernhard-Stefan Müller)
Kontakt:
Jobheld e-search GmbH
Anichstraße 5
A-6020 Innsbruck
info@jobheld.io
Telefon: +43 (0) 512 387 043
https://jobheld.io
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