Sicherheit am Bau durch Sicherheitsfachkräfte

Ob Wohnbau, Hotelprojekt oder Infrastrukturmaßnahme: Baustellen sind komplexe und risikoreiche Arbeitsumgebungen. Damit Bauprojekte sicher umgesetzt werden können, braucht es spezialisierte Expert:innen. Ein Fachgruppen-Mitglied, das sich seit 1998 der Arbeitssicherheit widmet, ist die BALDAUF GmbH mit Sitz in Fließ.

Hinter dem Unternehmen steht Alexander P. Baldauf, der mit seinem fünfköpfigen Team Auftraggeber in Tirol und Vorarlberg betreut – von Bauunternehmen und Wohnbauträgern wie der Neuen Heimat Tirol oder der Innsbrucker Immobiliengesellschaft über die ASFINAG bis hin zu Gemeinden und Betrieben aus dem Tourismusbereich. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der sicherheitstechnischen Beratung in der Funktion als Sicherheitsfachkraft (SFK), aber auch die Themen digitale Unterweisungssysteme und die Leistung der Baukoordination werden übernommen.

Vom Handwerk zur Arbeitssicherheit

Baldauf selbst bringt eine klassische berufliche Laufbahn im Bauwesen mit: Nach einer handwerklichen Lehre und anschließenden Meisterausbildungen absolvierte er 1998 die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft. Bis 2014 war er in der Geschäftsleitung eines mittelständischen Bauunternehmens tätig, wo er unter anderem im Bereich Arbeitssicherheit umfassende praktische Erfahrung sammelte. Mit der Gründung seines eigenen Unternehmens im Jahr 1998 und dem Aufbau seines Teams 2014 spezialisierte er sich vollständig auf Arbeitssicherheit.

Was Sicherheitsfachkräfte leisten

Sicherheitsfachkräfte nehmen eine zentrale Rolle im Arbeitnehmer:innenschutz ein. Ihr Ziel besteht darin, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Risiken zu minimieren und sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Zu den wichtigsten Aufgaben zählen:

  • Analyse von Arbeitsplätzen und Baustellen auf mögliche Gefährdungen
  • Erstellung von Sicherheitskonzepten und Präventionsmaßnahmen
  • Beratung von Unternehmen in Fragen des Arbeitsschutzes
  • Unterweisung und Sensibilisierung von Mitarbeiter:innen
  • Unterstützung bei Dokumentation und gesetzlichen Verpflichtungen

„Arbeitssicherheit ist weit mehr als eine gesetzliche Verpflichtung und kein ‚Nice-to-have‘. Sie ist eine soziale Errungenschaft.“
(Alexander P. Baldauf)

Der gesellschaftliche Nutzen dieser Tätigkeit ist deutlich messbar: Während in Österreich vor dem Inkrafttreten des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) 1995 etwa 50 tödliche Arbeitsunfälle auf Baustellen verzeichnet wurden, liegt diese Zahl heute bei etwa 19 Todesfällen.

„Jeder tödliche Arbeitsunfall ist einer zu viel, aber die Entwicklung zeigt den unverzichtbaren Nutzen professioneller Sicherheitsarbeit.“
(Alexander P. Baldauf)

Kosten von Arbeitsunfällen

Neben dem menschlichen Leid eines jeden Arbeitsunfalls sind auch die volkswirtschaftlichen Kosten beträchtlich. Im Jahr 2024 wurden in Österreichs Klein- und Mittelunternehmen 17.670 Arbeitsunfälle registriert. Insgesamt entstanden dadurch Kosten von rund 965 Millionen Euro, wovon etwa 162 Millionen Euro auf die Unternehmen und ein wesentlicher Anteil auf die AUVA entfielen. Die Kosten setzen sich aus Entgeltfortzahlungen, betrieblichen Ausfallkosten, medizinischen Behandlungen, Therapien, Rehabilitationen bis hin zu Unfallrenten und Hinterbliebenenleistungen zusammen. Laut AUVA kostet ein meldepflichtiger Arbeitsunfall einen Betrieb durchschnittlich rund 9.150 Euro.

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Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft

Der Weg zur Sicherheitsfachkraft erfordert praktische Erfahrung. Bewerber:innen müssen zusätzlich zu einer Meisterqualifikation, einem technischen Studium oder einer HTL-Ausbildung eine mindestens zweijährige einschlägige Tätigkeit nachweisen können. Die spezialisierte Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft dauert üblicherweise acht Wochen und ist mit einem beträchtlichen finanziellen Aufwand verbunden. Alexander P. Baldauf legt großen Wert auf qualifiziertes Personal und investiert gezielt in die Weiterbildung seines Teams.

„Wir stellen Mitarbeitende für die Aus- und Weiterbildung frei und übernehmen die Kosten vollständig.“
(Alexander P. Baldauf)

Mehrwert für Unternehmen

Die Zusammenarbeit mit einer Sicherheitsfachkraft bringt Betrieben mehrere Vorteile. Gerade im Zeitalter des Fachkräftemangels sind Unternehmen gefordert, nicht nur physische, sondern auch psychische Gesundheitsaspekte ihrer Angestellten zu berücksichtigen. Ein sicher gestalteter Arbeitsplatz erhöht die Zufriedenheit und Wertschätzung der Mitarbeitenden. Gleichzeitig sinken wirtschaftliche Risiken, etwa durch geringere Unfallzahlen und weniger Ausfallzeiten.

Prävention zahlt sich aus

Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeiter:innen sind gesetzlich verpflichtet, die Beratung durch eine Sicherheitsfachkraft in Anspruch zu nehmen. Die Mehrheit der kleineren Betriebe greift nur punktuell auf entsprechende Leistungen zurück, beispielsweise im Rahmen regelmäßiger Beratungen durch die AUVA. Aus Sicht von Alexander P. Baldauf besteht gerade in diesem Bereich noch Entwicklungspotenzial.

„Jede Investition in Arbeitssicherheit rentiert sich deutlich. Internationale Studien der EU-OSHA zeigen, dass ein Euro Investition in Prävention einen wirtschaftlichen Nutzen (Return on Prevention) von zwei bis drei Euro erzielt.“
(Alexander P. Baldauf)

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Arbeitssicherheit hat gegenwärtig und auch künftig einen hohen Stellenwert. In der heutigen Arbeitswelt ist es essenziell, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten zu schützen und gleichzeitig die Produktivität und Effizienz von Unternehmen zu gewährleisten. Die Bauwirtschaft befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel, geprägt von neuen Technologien und zunehmender Digitalisierung, die auch die Anforderungen an die Arbeitssicherheit verändern. „Ein Beispiel dafür ist unser Online-Tool, das wir unseren Kunden für Schulungen und Unterweisungen ihrer Mitarbeiter zur Verfügung stellen“, erläutert Baldauf.

KI ersetzt keine Expertise

Ein aktueller Trend zeigt, dass sicherheitsrelevante Unterlagen zunehmend mithilfe von KI-Anwendungen erstellt werden. Ohne fachliche Prüfung können solche Dokumente jedoch bei falsch interpretierten oder nicht eingehaltenen Vorschriften zu Verwaltungsstrafen, Haftungsrisiken oder Schadenersatzforderungen durch die AUVA oder Dritte nach Arbeitsunfällen führen. Professionelle Sicherheitsfachkräfte bleiben daher auch künftig unverzichtbar.

 

BALDAUF GmbH
Fachkraft für Arbeitssicherheit & Baukoordinator
6521 Fließ, Eichholz 347a | 6020 Innsbruck, Lindenstr. 1a
Telefon: +43 5442 68600
E-Mail: office@baldauf.at

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